Die Magie von Gegenständen

Von manchen Gegenständen geht eine Magie aus. In der Oberfläche, in der Form, wenn die Augen eine Form abfahren, ein Tonschälchen, die Hände es nachfolgend abtasten. Die Haut spürt Form und Oberflächen, rauh, glatt, glitschig glücklich. Am Gaumen läuft dabei ein Kribbeln her. Ein echtes Glücksgefühl bahnt sich an.

Eine Sinnes-Erfahrung, ein fitzken Dusel.

Geräusch und Duft sind dabei essentiell. Eine Bienenwachskerze, eine Vanilleschote. Manche Gegenstände erzählen Geschichten davon, wofür sie benutzt wurden, sie haben Charakter durch Gebrauch, Abnutzung, Schäden, sind tausendfach repariert, immernoch geliebt: Das abgeliebte felllose Kuscheltier, das abgehobelte Schneidebrettchen, die ausgetretene Holzstufe, der mackige, mit Farbe bespritze viellagig angestrichene Schemel … ein Teppich aus Flicken oder eine Patchworkdecke. 

Die Menschen hängen unterschiedlich stark an Gegenständen. Manche machen sich davon ganz frei, wie im Buddhismus das Ziel ist. Es gibt Freiheit, unbezahlbar… aber auch die Vorstellung Dinge wertzuschätzen, vielleicht auch ohne sie zu besitzen… eine Kombination aus beidem. 

Ich finde das Gefühl Werte an Gegenständen zu empfinden, ohne sie zu besitzen total befreiend. Sich darauf einlassen zum Beispiel Steine sammeln sich daran freuen und sie wieder wegschmeißen: Ein fitzken Dusel für mich.

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